Ku’damm 77

Mini-Serie / Drama

Nach „Ku‘damm 56“, „59“ und „63“ setzt das ZDF seine erfolgreiche und mehrfach ausgezeichnete Miniserie mit einem neuen Eventdreiteiler fort: „Ku‘damm 77“ erzählt den weiteren Lebensweg von Caterina Schöllack und ihren drei Töchtern. Berlin 1977: Erneut gerät das fragile Familiengefüge ins Wanken. Zwischen Leidenschaft, Streit und Versöhnung wird jede Entscheidung zum Prüfstein – und das Leben über dem Kurfürstendamm ist alles andere als einfach. „Ku‘damm 77“ führt die gefeierte und vielfach ausgezeichnete Miniserie fort – lebendig, intensiv und emotional. Unter der Regie von Maurice Hübner verbindet das Drama Zeitgeschichte, familiäre Konflikte und gesellschaftlichen Wandel zu einer packenden Inszenierung. Die Drehbücher entstanden erneut nach der Idee von Creative Producerin Annette Hess („Weissensee“), die ihr Gespür für zeithistorische Stoffe und komplexe Figuren einmal mehr unter Beweis stellt. Die Serie feierte bereits ihre Primetime-Ausstrahlung und sorgte an drei Abenden für höchste Aufmerksamkeit.

Inhalt

Staffel 1: In der Berliner Tanzschule „Galant“ trifft Emanzipation auf die Prüderie der 50er-Jahre: Caterina Schöllack (Claudia Michaelsen), Besitzerin der Tanzschule, hat nur ein großes Ziel: ihre drei Töchter möglichst gut zu verheiraten. Zwei Mädchen scheinen dem Wunsch ihrer Mutter gerecht zu werden: So glaubt Helga (Maria Ehrich) mit dem Juristen Wolfgang von Boost (August Wittgenstein) eine glänzende Partie gemacht zu haben. Krankenschwester Eva (Emilia Schüle) setzt alles daran, ihren Chef (Heino Ferch) zu heiraten und Frau Prof. Dr. Fassbender zu werden. Nur Monika (Sonja Gerhardt), die mittlere Tochter, sträubt sich gegen den vorgezeichneten Weg und entdeckt zudem den Rock ’n’ Roll für sich. Die Unscheinbarste wird zur selbstbestimmten jungen Frau, zur Revolutionärin. Anhand ganz normaler Menschen wird hier die wohl wichtigste gesellschaftliche Veränderung gezeigt, die Jugendlichen mussten sich gegenüber der Elterngeneration auflehnen, für die freibestimmten 60er Jahre, die heute oft kritisierten 68er. Auf die einwandfreien Partien und das Frauen am Herd…

Staffel 2: Während Monika und Freddy (Trystan Pütter) als Musiker und Tänzer Erfolge feiern, werden sie auf Schritt und Tritt von Mutter Caterina als Managerin begleitet und überwacht. Monika kämpft zudem um das Sorgerecht für ihre uneheliche Tochter Dorli, die bei ihrer Schwester Helga und deren Mann Wolfgang aufwächst. Die beiden haben sich scheinbar mit Wolfgangs Homosexualität arrangiert. Doch als er eine gefährliche Affäre beginnt, werden Helgas Liebe und ihr Wunsch nach einem bürgerlichen Leben erneut auf die Probe gestellt. Auch Eva zweifelt an ihrem Leben als Professorengattin. Sie leidet unter dem patriarchalen Verhalten ihres Mannes und versucht, sich ihm zu entziehen.

Staffel 3: Caterina Schöllack (Claudia Michelsen) und ihre drei Töchter Monika (Sonja Gerhardt), Helga (Maria Ehrich) und Eva (Emilia Schüle) müssen sich auch im Jahr 1963 mit den gesellschaftlichen Zwängen und ihren persönlichen Liebesdramen auseinandersetzen. Die Ehen der drei Schöllack-Schwestern sind schwierig – jede auf ihre Weise. Monika und Joachim (Sabin Tambrea) geraten in eine tiefe Krise, als Monika eine Fehlgeburt erleidet und Joachim die Schuld bei sich sucht. Monika stürzt sich gemeinsam mit Freddy (Trystan Pütter) in die Arbeit, um für Sängerin Hannelore Lay (neue Rolle: Helen Schneider) einen Song für den Grand Prix d‘Eurovision de la Chanson zu komponieren. Helga wiederum übernimmt kurzfristig die Leitung der Tanzschule, nachdem Caterina durch einen Autounfall außer Gefecht gesetzt ist. Sie stellt den argentinischen Tanzlehrer Armando (Giovanni Funiati) ein und zwischen beiden entbrennt eine glühende Liebe. Eva erpresst ihren Mann Professor Fassbender (Heino Ferch) und baut sich mit dessen Geld ein Leben als Galeristin auf. Doch Fassbender beginnt aufzubegehren. Für Caterina stellt dies eine unhaltbare Situation dar und sie nimmt die Sache in die Hand – nicht ahnend, in welche Abwärtsspirale sie ihre Tochter damit stürzt. Caterina trifft durch einen Zufall Fritz Assmann (Uwe Ochsenknecht) wieder und ringt zudem mit der Frage, ob sie das Zepter an die nächste Generation weiterreichen kann.

Staffel 4: Berlin 1977: Drei Generationen der Schöllack-Familie leben inzwischen in der Wohnung über der renommierten Tanzschule „Galant“ am Kurfürstendamm. Während Monika und Helga ihre eigenen Kämpfe austragen, kehrt Eva nach 14 Jahren im Gefängnis zurück und bringt das fragile Familiengefüge ins Wanken. Zwischen Leidenschaft, Streit und Versöhnung ringen die Frauen um Liebe, Selbstbestimmung und ihren Platz in einer sich wandelnden Gesellschaft.

Kritik

Tolle Kostüme, gute Darsteller und ein wichtiger und gut gemachter Einblick in das Leben vor 50 Jahren. Zum Glück sind viele Dinge, die damals normal waren, heute verpönt. Da haben wir uns ganz schön weiterentwickelt in den vergangenen Jahrzehnten, ob immer nur zum besseren mögen andere bewerten. Weiter so, liebes ZDF, liebe ARD oder UFA, wir wollen noch viel mehr von solchen Produktionen. Ob Zeitgeschichte oder historische Werke, da bleibt noch viel Raum für neue Filme oder Miniserien. Dafür zahlen wir gerne die GEZ-Gebühren, ebenso wie für (Polit-) Journalismus und Sport. Ende März wurde die neue Staffel im ZDF ausgestrahlt.

Zwei DVDs oder eine Blu-ray mit der Audiodeskription und Filmtipps.

Ku’damm 77: D 2025; Regie: Maurice Hübner; Darsteller: Claudia Michelsen, Sonja Gerhardt, Maria Ehrich, Emilia Schüle, August Wittgenstein, Carlotta Bähre, Florian Stetter, Marie Louise Albertine Becker, Massiamy Diaby, Sabin Tambrea; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 277 Minuten, 3x 92 Min.; Sprachen: Deutsch 2.0; Untertitel: Deutsch; Bild: 1,78:1 (16:9); Vertrieb: ©2026 LEONINE Studios. Veröffentlichung Verkauf: 13. März 2026.

Bewertung: 7,8/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4  – Anspruch: 3/4