Der Medicus II

Historienfilm / Literaturverfilmung

Einer der größten und bekanntesten Romane der Gegenwartsliteratur „Der Medicus“ („The Physician“) von Noah Gordon ist endlich verfilmt im Jahr 2014. Die deutsche Produktion hat versucht dem Roman mit seinen knapp 900 Seiten gerecht zu werden und hat ein historisches Drama erschaffen, ein Abenteuer, das viele Menschen im Kino fasziniert hat und auch weiterhin als Heimvideo ein Kassenschlager ist. Mehr als 4,2 Millionen Zuschauer wollten den ersten Teil des Epos im Kino sehen. Die Filmadaption hält sich nicht immer genau an die Romanvorlage. Zum Glück ist der Film fortgesetzt worden, wenn auch erst gut zehn Jahre später. Jetzt erscheint „Der Medicus II“ im Handel auf DVD, Blu-ray und als Stream. Die Fortsetzung ist im Kino ein wenig untergegangen mit nur 360.000 KinozuschauerInnen. Ein spannendes Epos voller Intrigen und einem Medicus zwischen den Stühlen, der um sein Leben fürchten muss, sollte er sich falsch verhalten…

Inhalt

Medicus 1: England, 11. Jahrhundert: Rob Cole (Tom Payne) hat eine außergewöhnliche Gabe – als kleiner Junge fühlt er, dass seine kranke Mutter sterben wird und muss hilflos zusehen, wie sich seine Vorahnung erfüllt. Auf sich allein gestellt, schließt er sich einem fahrenden Bader (Stellan Skarsgård) an, der ihm neben allerlei Taschenspielertricks auch die Grundlagen der mittelalterlichen Heilkunde nahe bringt. Um seiner Bestimmung zu folgen, begibt Rob sich auf eine magische Reise ins persische Isfahan. Dort lässt er sich von dem berühmten Universalgelehrten Ibn Sina (Ben Kingsley) zum Medicus ausbilden. Seine Reise dorthin mit ist beschwerlich, er schließt sich einer Karawane an und trifft dort auf die schöne Rebecca (Emma Rigby), die ebenfalls das gleiche Ziel hat. Doch ein Sandsturm trennt die beiden Suchenden und Rob macht sich mit seiner Tarnung immer weiter vertraut. Er wird zum Juden, da er nur so die Chance hat in Isfahan in die Künste der Medizin eingeweiht zu werden. Dort wird er schließlich ein Medicus, der sogar auf der Suche nach Wissen noch weitergeht und die Geheimnisse des menschlichen Körpers studiert. Sogar zum Schah (Olivier Martinenz) hat er bald ein gutes Verhältnis. Doch die Tage des Glücks und der Eintracht währen nur kurz – eine Krankheit wird in die Stadt getragen und viele Menschen sterben. Können Rob und Ibn Sina die Menschen retten und sich sowie ihr Seelenheil auch?

Medicus 2: 11. Jahrhundert: Der Medicus Rob Cole (Tom Payne) strandet mit seinen Weggefährten nach seiner Flucht aus Isfahan in seiner alten Heimat London, um dort das Licht des medizinischen Wissens aus dem Orient zu verbreiten. Er wird nicht mit offenen Armen empfangen und widmet sich seinen Patienten an entlegenen Orten, manchmal gar kostenlos. Bald wird er in die Intrigen des Königshauses verstrickt und wieder muss er kämpfen: Um das Leben seiner Patienten, für die Anerkennung seiner Arbeit und gegen eine ganz neue Herausforderung – das Leiden der menschlichen Psyche. Vor allem die Intrigen haben es in sich, denn nicht alle wollen, dass Rob jene heilt, die gar nicht geheilt werden sollen.

Kritik

Der Film wirkt manchmal schon eher wie eine hochwertige TV-Produktion, aber daran ist nichts auszusetzen. Mit epochaler Länge fängt das Stück sehr gut an, anschließend fühlt man sich zu häufig an andere Werke erinnert, optisch wie inhaltlich. Die Traumsequenzen der Kranken sind visuell hochwertig, der Film ist gut! Ewig Suchender verlost eine Blu-ray zum Film. Schickt eine Mail an den Redakteur bis zum 31. Mai 2026.

Das Bonusmaterial der Hörfilmfassung, Interviews mit Cast & Crew, der B-Roll, dem Premieren Clip sowie dem Trailer und Filmtipps auf der zweiten.

Der Medicus II: D 2025; Regie: Philipp Stölzl; Darsteller: Tom Payne, Aidan Gillen, Emily Cox, Liam Cunningham, Owen Teale, Áine Rose Daly, Emma Rigby; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 143 Minuten; Sprachen: Deutsch Dolby Atmos, Englisch Dolby Atmos; Untertitel: Deutsch, Englisch; Bild: 2,39:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Constantin Film / LEONINE Studios. Veröffentlichung Verkauf: 15. Mai 2026.

Bewertung: 8/10 Punkten

Spannung: 3/4 – Action: 3/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 2/4