Caitlin Starling – Der Tod der Jane Lawrence

Ein Schauerroman

Ein Schauerroman. Das liest man häufig bei kurzen Büchern, die man sich früher am Bahnhof gekauft hat. „Der Tod der Jane Lawrence“ von Caitlin Starling ist ein Roman über eine junge selbstbewusste Frau, die bald von ihrer Umgebung, von allem überfordert zu sein scheint. Gibt es Geister, gibt es Magie und was passiert, wenn man selbst versucht sie anzuwenden, um etwas zu verändern? Jane sucht einen Ehemann und findet einen Arzt, der ihr das bieten könnte, was sie sucht. Ein selbstbestimmtes Leben, als seine Buchhalterin. Wenig Intimität, kaum Ehegenerve und viel Freiheit, die eine Frau sonst nicht haben könnte. Womit sie nicht gerechnet hätte ist die Vergangenheit ihrs Auserwählten und sein Verhalten zu Menschen und Geistern, sein Dilemma, nicht mehr frei zu sein. Er will sie schützen und sie von seinem Landsitz fernhalten – das scheitert sehr schnell und schon ist die Kacke am Dampfen…

Inhalt

London, Nachkriegszeit: Jane hat ein besonderes Faible für Mathematik. Deshalb rechnet sie sich aus, dass ihre Chancen auf persönliche Unabhängigkeit steigen, wenn sie selbst einen Heiratskandidaten bestimmt. Ihre Wahl fällt auf den in sich gekehrten und an Jane wenig interessierten Doktor Augustin Lawrence. Als dieser in die Ehe einwilligt, ihr aber verbietet, auch nur einen Fuß in sein Anwesen außerhalb der Stadt zu setzen – in dem er jede Nacht verbringt –, wird Jane klar, dass das Erlernen des blutigen Arzthandwerks nichts ist im Vergleich zu dem, was des Nachts auf Lindridge Hall vor sich geht … Und doch muss sie gleich nach der Hochzeit auf den Landsitz und soll dort feiern. Sie lernt ihrem Mann zu assistieren und macht seine Buchhaltung. Doch mit der Zeit merkt sie, dass ihr Mann eine besondere Verbindung zu dem Landsitz hat, wenn er dort nicht ist, geht es ihm schlechter. Hat es etwas mit Magie zu tun, etwas mit dem Tod seiner ersten Ehefrau? Jane forscht nach und erfährt Dinge, die sie lieber nicht gewusst hätte und die ihr Leben nachhaltig verändern werden.

Kritik

Die erste Hälfte ist ziemlich gut geschrieben, das was wir erwarten wird schnell abgearbeitet, Überraschungen gibt es schon einige. Die erste Hälfte ist gut, aber spätestens, wenn sich Jane im Landsitz einnistet und etwas vorhat, da wird es anstrengend und manchmal hat man schon den Wunsch, das Buch einfach wegzulegen. Das Ende hingegen ist wieder gelungen.

Caitlin Starlings Debüt »Die leuchtenden Toten« wurde mit dem LOHF Best Debut Award ausgezeichnet und für mehrere weitere Literaturpreise nominiert, u.a. den Bram Stoker Award. Neben dem Schreiben arbeitet sie darüber hinaus in der Videospielentwicklung und ist immer auf der Suche nach neuen Gelegenheiten, um Schlaf zu vermeiden. Mit »Der Tod der Jane Lawrence« erscheint ihr erster Roman bei Penhaligon. Ansonsten hat sie schon mehrere solcher Romane verfasst. Der Roman „Der Tod der Jane Lawrence“ (O: The Death of Jane Lawrence) wurde von Charlotte Lungstrass-Kapfer aus dem Englischen übersetzt, hat 476 Seiten und ist am 28. Februar 2024 im Penhaligon Verlag erschienen.

Bewertung: 7,7/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 2/4