Sechs auf einen Streich: Das Märchen vom Schwanensee

ARD-Märchen

Es ist schon eine großartige Tradition zur möglichst harmonischen Weihnachtszeit: In der ARD laufen im Nachmittagsprogramm am 1. und 2. Weihnachtstag wieder neue Märchen. „Sechs auf einen Streich“ heißt die Reihe, von der inzwischen mehr als 50 Filme produziert worden sind. Alle Filme erscheinen jetzt auf DVD, leider meist nicht in einer Box wie früher, sondern einzeln. Die DVDs, je ca. 11 Euro teuer. Im November 2022 sind die Märchen aus dem Jahr 2015 veröffentlicht worden. „Nussknacker und Mausekönig“, „Der Prinz im Bärenfell“ sowie „Prinzessin Maleen“. Im Dezember 2023 sind es die aktuellen Filme „Die verkaufte Prinzessin“ und „Das Märchen von der Zauberflöte“, die an den beiden Weihnachtstagen in der ARD ausgestrahlt werden, am frühen Nachmittag. Hier die Besprechung zu „Das Märchen vom Schwanensee“. Dem leider einzigen neuen Märchen aus der Reihe in diesem Jahr – wie immer sehenswert.

Inhalt

Es war einmal ein junger Prinz (Riccardo Campione), der lieber lachte als regierte und lieber durch Wälder streifte als durch Tanzsäle. Als seine Mutter (Silke Bodenbender) ihn zur Heirat drängen will, flüchtet Friedrich mit seinen Freunden ins Grüne – und begegnet dort Odette (Samirah Breuer), einem geheimnisvollen Mädchen mit einem noch größeren Geheimnis: Tagsüber ist sie ein Schwan, verzaubert vom finsteren Rotbart (Fritz Karl). Die drei Jungs hätten nie in den Wald reiten dürfen, ist er doch Tabu für die Bevölkerung des angrenzenden Königreichs. Rotbart hat noch eine Tochter namens Odile (Jule Hermann). Der Prinz soll sich endlich eine Braut aussuchen und lädt bald eine Gruppe von jungen hübschen und seiner Stellung gerecht werdenden Frauen ein. Odette hat er selbst die Einladung überreicht, doch da geht etwas schief. Nicht nur dass Odette verzaubert ist und nur wahre Liebe kann den Bann brechen. Und obwohl Odette längst aufgehört hat, daran zu glauben, sieht Friedrich mehr in ihr als nur einen Zauber. Doch als der Ball naht, schmiedet Rotbart finstere Pläne – und schickt seine Tochter an Odettes Stelle.

Kritik

Eine poetisch-moderne Neuverfilmung des berühmten Schwanensee-Märchens nach Motiven der Brüder Grimm und Tschaikowskys Ballett – voller Magie, Mut und einem Hauch Rebellion. Wunderbar verspielt sind diese Märchen gestaltet. Die Erfindung der 1-stündigen Märchen ist perfekt gewesen – nicht nur zu Weihnachten genau das richtige. Insgesamt sind es jetzt 57 Märchen, die neuesten werden immer Weihnachten ausgestrahlt. Eine perfekte Beschäftigung am 1. und 2. Weihnachtstag, vor allem auch, weil sie nur eine Stunde dauern und damit genügend Zeit bleibt für anderes. Selbst Märchen werden immer diverser… manchmal ein bisschen übertrieben, wenn sie farbig und homosexuell sind, hach so viel Moderne in der Tradition. Aber störend wirkt das auch nicht!

Im Bonusmaterial befindet sich der Trailer.

Sechs auf einen Streich – Das Märchen vom Schwanensee: D 2025; Regie: Christian Theede; Darsteller: Silke Bodenbender, Riccardo Campione, Samirah Breuer, Jule Hermann, Fritz Karl, Frederic Balonier, Chieloka Jairus, Aykut Kayacik, Olivia Julia Bischoff; FSK: ab 0 Jahren; Dauer: 60 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©ARD / OneGate Media. Veröffentlichung Verkauf: 19. Dezember 2025.

Bewertung: 7,9/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 2/4