Body-Horror-Thriller / Frauendrama
Ein Film so kompromisslos wie poetisch zwischen Body Horror und Emanzipation. In der Hauptrolle überzeugt Oulaya Amamra („Divines“) als furchtlose Stierkämpferin. Der neue Spielfilm „Ainmale“ der französischen Filmemacherin Emma Benestan ist ebenso wild wie einfühlsam und sorgte bei den Filmfestspielen in Cannes für Furore. Body Horror meets Emanzipation: Die furiose Story einer jungen Stierkämpferin – kompromisslos und poetisch in Szene gesetzt. Dabei kommt die Auflösung gegen Ende und wir verstehen, warum ein Mensch so reagiert. Wie ein wilder Stier, um einen berühmten Titel zu benutzen. Eine Frau in einer Männerdomäne, nicht in Spanien, sondern in Frankreich. Stierkampf, ein Relikt aus früheren Jahrzehnten, heute höchst umstritten. Aber was, wenn ein Stier zurückschlagen könnte und sich rächt…
Inhalt
Nejma (Oulaya Amamra) ist 22 und will als erste Frau einen traditionsreichen Stierkampf-Wettbewerb in Südfrankreich gewinnen. Während sie unermüdlich für ihren Traum und einen Platz in einer reinen Männerwelt kämpft, verschwinden plötzlich junge Männer in ihrer Umgebung. Gerüchte von einer wilden Kreatur machen die Runde. Bald wird klar, die Gefahr geht nicht von den Schatten der Nacht aus. Nejma durfte ab und an in der Stierkampfarena mitmischen, so richtig durchgesetzt hat sie sich gegen die Männer noch nicht, wird er abschätzig bewertet, aber als hübsche Frau geduldet. Eines Abends trinkt sie mit ihren Kollegen und Freunden einen über den Durst und wird einer Mutprobe ausgesetzt. Am nächsten Tag hat sie einen Filmriss, Wunden am Körper und ab da passieren seltsame und grausame Dinge in dem Ort. Männer sterben, übel zugerichtet, wie als wenn ein wilder Stier Jagd auf Männer macht. Auf jene, die in der Arena die Stiere zum Kampf bitten und nicht selten auch töteten, zumindest früher.
Kritik
Das ist lange Zeit sehr beeindruckend und die Zuschauenden, die sich zuvor nicht informiert haben, dürften damit am besten leben können und das größte Filmvergnügen haben. Wobei das schon harter Tobak ist, aber sehr kunstvoll initiiert. Letztlich, um es auf den Punkt zu bringen, ein Rape&Revenge-Horrorkunstwerk.
In den Extras gibt es ein Featurette sowie den Trailer und Filmtipps.
Animale: F 2024; Regie: Emma Benestan; Darsteller: Oulaya Amamra, Damien Rebattel, Vivien Rodriguez, Renaud Vinuesa; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 100 Minuten; Sprachen: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Französisch DTS-HD MA 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 2,39:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©Plaion Pictures. Veröffentlichung Verkauf: 11. Dezember 2025.
Bewertung: 7,9/10 Punkten
Spannung: 3/4 – Action: 2/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 3/4