Mystery / Horror
Regisseur Genki Kawamura, Produzent von „Suzume“, verwandelt das virale Videospiel „Exit 8“ in atmosphärischen Liminal-Space-Horror. Kazunari Ninomiya liefert eine intensive Performance im kafkaesken Kreislauf einer U-Bahn-Station, wo jede Wiederholung die Grenzen der Realität verschwimmen lässt. Das hochgelobte High-Concept-Experiment wurde beim Fantasy Film Festival und in Cannes 2025 zum Publikumshit.
Ein klaustrophobischer Trip durch die Grenzen der Wahrnehmung, der unter die Haut geht und das vermeintlich Vertraute in etwas Bedrohliches verwandelt. Ein minimales Setting und nur wenige Darsteller, aber ein klaustrophobisches Szenario, in dem man schnell verrückt werden könnte. Ein Mann landet in einer Station, aus der es wohl keinen Ausweg gibt – während er eigentlich darüber nachdenken muss, ob er Vater werden will.
Inhalt
Ein endloser Korridor in einer U-Bahn-Station. Künstliches Licht, sterile Wände und eine einzige Aufgabe: Finde Ausgang 8. Doch der Mann, der sich in diesem unterirdischen Labyrinth verirrt hat, bemerkt schnell, dass nichts hier so ist, wie es scheint. Ein Hinweisschild verkündet die Regeln: Wer Anomalien entdeckt, muss umkehren. Wer keine findet, darf nicht zurück. Was wie ein einfacher Weg hinaus beginnt, wird zum verstörenden Kreislauf aus Wiederholung und wachsender Paranoia. Die Gänge scheinen sich endlos zu wiederholen, die Realität verschwimmt, und die Frage wird drängender: Was ist echt, was ist Täuschung? Gibt es überhaupt einen Ausweg? Er sucht und sucht, dabei hätte er wichtigere Themen, hat ihm seine Freundin doch gerade mitgeteilt, dass sie schwanger sei. In der U-Bahn hat er ein schreiendes Baby gesehen, ein Mann hat sich über den Lärm aufgeregt, niemand hat der Mutter geholfen. Wie geht es im Labyrinth weiter?
Kritik
Ein seltsamer Mysteryfilm. Ein Mann gefangen in einer U-Bahnstation. Wie kommt er hier heraus, warum ist er überhaupt hier gefangen und was machen die anderen Menschen hier, die er kaum ansprechen kann? Die Auflösung lässt auf sich warten. Das kann man sich ansehen und bewundern, oder halt einfach nicht!
Das Bonusmaterial beinhaltet den Trailer und Filmtipps.
Exit 8 (O: 8-ban deguchi): J 2025; Regie: Genki Kawamura; Darsteller: Kazunari Ninomiya, Yamato Kochi, Naru Asanuma, Nana Komatsu; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 95 Minuten; Sprachen: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Japanisch DTS-HD MA 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 1,85:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Plaion Pictures. Veröffentlichung Verkauf: 22. Oktober 2026.
Bewertung: 7,8/10 Punkten
Spannung: 2/4 – Action: 1/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 2/4