Drama / Shakespeare-Verfilmung
Mit „Hamnet“ kehrt Oscar-Gewinnerin Chloé Zhao („Nomadland“) auf die große Leinwand zurück. In der Verfilmung des gefeierten Romans von Maggie O’Farrell, die gemeinsam mit Zhao auch das Drehbuch verfasste, wird die Geschichte von William Shakespeares Familie erzählt unter dem Titel „Hamnet“, was bei uns Hamlet heißen würde. Aus Sicht seiner empfindsamen Frau Agnes erlebt man, wie sie sich in den großen Barden verliebt und die beiden ein gemeinsames Leben planen. Als ihr einziger Sohn Hamnet im Alter von elf Jahren durch die Pest ums Leben kommt, droht ihre große Liebe zu ersticken. Mitten in dieser furchtbaren persönlichen Tragödie beginnt Shakespeare in tiefer Verzweiflung und Trauer, „Hamlet“ zu schreiben, eines der großen Dramen der Literaturgeschichte. Die Geschichte eines Paares, das durch alle Widrigkeiten ihren Weg geht.
Inhalt
In den 1580er Jahren in der Henley Street in dem kleinen Dorf Stratford-upon-Avon im englischen Warwickshire. Die rätselhafte Bauerntochter Agnes (Jesse Buckley) und der Lateinlehrer William (Paul Mescall) beginnen eine Liebesbeziehung. Gerüchte über die Heilerin Agnes mit dem Falken machen die Runde; es wird erzählt, sie könne eine Hexe sein, aber William lässt sich nicht beirren. Die beiden heiraten gegen den Willen ihrer Familien und bekommen in rascher Folge drei Kinder, zuerst ein Mädchen, Susanna, gefolgt von den Zwillingen Judith und Hamnet. Sie leben ohne den Segen ihrer Familien, sind aber ein glückliches Paar. Ihr erstes Kind bringt Agnes am Fuß eines riesigen Baumes zur Welt. Die zweite Geburt findet auf Drängen ihrer Schwiegermutter Mary zu Hause statt. Zur Überraschung aller bringt Agnes Zwillinge zur Welt. Das Mädchen scheint zunächst tot auf die Welt zu kommen, doch während Agnes es im Arm hält, beginnt es zu atmen. Mit den Überraschungen positiv wie negativ geht es weiter. William zieht es nach London, wo er Geld verdienen möchte, während Agnes daheim bleibt und versucht die Kinder aufzuziehen.
Kritik
Den Oscar als beste Hauptdarstellerin hat sich Jesse Buckley („Beast“, „Wild Rose“) verdient. Paul Mescal („Gladiator 2“, „All of Us Strangers“) hat eine ebenso starke Rolle. Der Film schafft eine beeindruckende Atmosphäre, es ist ein ungewöhnliches Werk. Manchmal verstörend, abstrakt, oder einfach sehr intensiv. Insgesamt Filmkunst, die man sich gerne über zwei Stunden lang ansieht.
In den Extras gibt es einen Audiokommentar, die Erschaffung der Tudor Welt, weitere Featurettes sowie den Trailer und Filmtipps.
Hamnet: USA 2025; Regie: Chloé Zhao; Darsteller: Jessie Buckley, Paul Mescal, Emily Watson, Joe Alwyn, Louisa Harland; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 133 Minuten; Sprachen: Deutsch Dolby Atmos, Englisch Dolby Atmos, Spanisch Dolby Atmos, Französisch Dolby Atmos, Italienisch Dolby Atmos; Untertitel: Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Niederländisch, skand. Sprachen; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph); Vertrieb: ©Universal Pictures / Plaion Pictures. Veröffentlichung Verkauf: 23. April 2026.
Bewertung: 7,9/10 Punkten
Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 3/4