Madeline Cash – Verlorene Schäfchen

Dramödie

Dieses Buch ist in diesem Jahr die Revolution auf dem Buchmarkt. Die 30jährige Autorin widmet sich in ihrem Romandebüt der US-Gesellschaftssatire; von Thea Dorn empfohlen. „Verlorene Schäfchen“ von Madeline Cash. Welch eine chaotische Familie! Ursprünglich verhaftet in den alten Traditionen, versucht jedes der fünf Familienmitglieder auszubrechen; Neues zu wagen. Doch die Message dieses Romans ist, sich schließlich zu besinnen und wieder zusammen zu raufen. Der Weg dorthin ist für jedes der Familienmitglieder und Anhang extrem steinig, mit großen Sprachwitz und unglaublich jung und agil erzählt. Drei Töchter, Vater und Mutter – alle haben ihre Probleme, versuchen neue Wege zu beschreiten. Am Ende wollen sie wieder gemeinsam eine Familie sein, oder zumindest das retten, was zu retten ist.

Inhalt

Verlorene Schaefchen von Madeline Cash

Eigentlich könnte die Familie Flynn eine Vorbild-Vorstadt-Familie sein: Mutter, Vater und drei Töchter, sonntags geht man in die Kirche. Eigentlich. Denn die Flynns haben es schwer. Jeder für sich und alle miteinander. Seit Mutter Catherine in einer Sinnkrise beschlossen hat, die Ehe zu öffnen, lebt Vater Bud im Auto in der Garage und findet in der Selbsthilfegruppe Zuflucht, die am wenigsten nach Sekte klingt: die Verlorenen Schäfchen. Zudem hat er bei der Arbeit Schwierigkeiten, nicht zuletzt, weil er seiner Jüngsten zuhört. Auch die Töchter suchen ihre Wege aus der familiären Lebenskrise: Die jüngste, Harper, ist sich sicher, dass sie einer großen Verschwörung auf der Spur ist. Louise befindet sich in einem ungünstigen Beziehungsstrudel mit ihrem fundamentalistischen Online-Lover, während die dritte im Bunde, Abigail, einen schweigsamen jungen Mann namens Kriegsverbrecher-Wes datet. Und all diese Fäden laufen ausgerechnet bei einem zwielichtigen Milliardär zusammen. Der hat selbst so seine speziellen Ideen, die nicht so ganz legal erscheinen. Von der Suspendierung in der Schule, über moderne Intimkunst, hin zu Schweigegeld und noch viel mehr…

Kritik

Ein gewöhnungsbedürfter Einstieg, seltsame Menschen, die man aber im Laufe der Geschichte alle lieb gewinnt. Das ist schon ein besonderes Buch, die Lebenswege aller Familienmitglieder erscheinen verrückt, emotional, empathisch, liebenswert. Da sind wir gerne dabei. Am Ende ist es fast ein wenig Science-Fiction oder Horror, aber auf Nett und humorvoll geschrieben.

Madeline Cash hat das Online-Magazin „Forever Mag“ mitgegründet und den Kurzgeschichtenband »Earth Angel« veröffentlicht. »Verlorene Schäfchen« ist ihr vielbeachteter Debütroman, der in den USA und Großbritannien von Kritiker*innen wie Leser*innen gefeiert wurde und auf der Sunday Times Bestseller-Liste stand. Cash lebt derzeit in London. Der Roman „Verlorene Schäfchen“ (O: Lost Lambs) wurde von Sophie Zeitz aus dem Englischen übersetzt, hat 318 Seiten und ist am 13. Mai 2026 im Penguin Verlag erschienen.

Bewertung: 8/10 Punkten

Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 2/4