Wahres Verbrechen / Krimidrama
Ein Mann, eine Geisel und ein Verbrechen, das in den 1970er Jahren Fernsehgeschichte schrieb: Mit „Dead Man’s Wire“ erscheint ein packender Thriller, der auf wahren Begebenheiten basiert und eines der spektakulärsten Geiseldramen der US-Geschichte erzählt. Der Oscar-nominierte Regisseur Gus Van Sant („Good Will Hunting“, „Elephant“, „My Private Idaho“) inszeniert die außergewöhnliche True-Crime-Geschichte als spannungsgeladenes Psychodrama, das wahre Ereignisse mit intensiver Figurenzeichnung verbindet. Im Zentrum steht Bill Skarsgård („Nosferatu – Der Untote“, „Es“ 1 & 2), der als unberechenbarer Anthony „Tony“ Kiritsis eine eindringliche Performance zwischen Verzweiflung, Wut und Kontrollverlust liefert. An seiner Seite sind Dacre Montgomery („Stranger Things“), Colman Domingo („Michael“), Cary Elwes („Operation Fortune“) sowie Schauspiellegende Al Pacino („The Irishman“) zu sehen.
Inhalt
Am Morgen des 8. Februar 1977 stürmt Anthony G. „Tony“ Kiritsis (Bill Skarsgård) das Büro des Präsidenten (Al Pacino) eines Hypothekenunternehmens. Mit einer präparierten Schrotflinte bewaffnet nimmt er den Sohn (Dacre Montgomery) als Geisel und fordert 5 Millionen Dollar, Straffreiheit und eine öffentliche Entschuldigung. Der Vater weilt trotz eines Termins mit Tony im Urlaub und hat so gar keine Lust da gestört zu werden, egal von wem und warum. Tony nimmt den Sohn als Geisel und macht das selbst öffentlich, er kennt die Polizisten, die ihn verfolgen, er hat dem Entführungsopfer eine Waffe an den Kopf gebunden bzw. einen Mechanismus, der losgehen könnte, sollte der versuchen sich zu befreien. In Telefonaten mit der Polizei und anderen versucht Tony seine Situation darzulegen, freundet sich mit seinem Opfer an und will eigentlich nur eins erreichen. Aber der alte Patriarch denkt überhaupt nicht daran, kleinbeizugeben. Wie kann diese Entführung nur enden?
Kritik
„Dead Man’s Wire“ verbindet packende Spannung mit der Rekonstruktion eines außergewöhnlichen Kriminalfalls und zeichnet zugleich ein eindrucksvolles Bild der amerikanischen Medienlandschaft der 1970er-Jahre. Ein atmosphärisch dichter Thriller über öffentliche Wahrnehmung, persönliche Verzweiflung und einen Fall, der bis heute als Meilenstein der True-Crime-Geschichte gilt. Leider verliert man zwischendurch ein wenig das Interesse, obwohl das schon gut inszeniert ist.
Das Bonusmaterial beinhaltet den Trailer und Filmtipps.
Dead Man’s Wire: USA 2025; Regie: Gus Van Sant; Darsteller: Bill Skarsgård, Dacre Montgomery, Al Pacino, Colman Domingo, Myha’la Herrold, Cary Elwes, Kelly Lynch, John Robinson, Todd Gable, Mark Helms, Michael Ashcraft, Neil Mulac, Daniel R. Hill, Dean Coutris, Vinh Nguyen, Maresha Robinson, Katie Kinman, Kyle Rankin, William R. Davis, Andy S. Allen; FSK: ab 16 Jahren; Dauer: 105 Minuten; Sprachen: Deutsch DTS-HD MA 5.1, Englisch DTS-HD MA 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 1,66:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©Wild Bunch / LEONINE Studios. Veröffentlichung Verkauf: 07. August 2026.
Bewertung: 7,8/10 Punkten
Spannung: 3/4 – Action: 3/4 – Humor: 1/4 – Erotik: 1/4 – Anspruch: 2/4