Familienepos / Zeitgeschichte
Oskar Roehlers melancholisch-ironisches Familienepos entstand parallel zu seinem autobiographischen Roman „Herkunft“ und entführt den Zuschauer in die Welt der alten Bundesrepublik und West-Berlins, zwischen Gartenzwerg, Käseigel und Italienreise. „Quellen des Lebens“ erzählt bewegend, mitreißend und mit viel Humor die Geschichte von Robert Freytag und seiner Familie über drei Generationen hinweg – und damit zugleich die Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, von den braunen über die schwarzen und über die roten bis zu den Flower Power Zeiten. Ein hervorragender Cast mit vielen bekannten deutschen SchauspielerInnen. Bewegende Geschichten, innerhalb einer Familie und bei deren Bekannten. So sah das Deutschland nach dem Krieg aus, bis hinein in die 1970er Jahre.
Inhalt
Die Rückkehr von Roberts Großvater Erich (Jürgen Vogel) aus der Kriegsgefangenschaft löst bei seiner Familie in der fränkischen Provinz der 1950er Jahre nicht nur Freude aus. Niemand hat mehr mit seiner Ankunft gerechnet. Schon bald aber wird er mit seiner Gartenzwerg-Fabrik ein Teil des deutschen Wirtschaftswunders. Sohn Klaus (Moritz Bleibtreu) wiederum, literarisch eher mäßig begabt, träumt während des gesellschaftlichen Umbruchs der 60er Jahre von einer Schriftstellerkarriere. Er verliebt sich in die hochtalentierte und aus wohlhabendem Elternhaus stammende Gisela (Lavinia Wilson), die wiederum zu einer bedeutenden Schriftstellerin wird. Ihr gemeinsames Kind Robert will dabei nicht so recht in die Pläne und Träume der 68er Boheme in West-Berlin passen, und so schicken die Eltern den kleinen Robert auf eine lange Odyssee durch die eigene Familie und in die unterschiedlichsten Orte der Republik. Sie ist erst zu Ende, als Robert als junger Erwachsener seine große Jugendliebe wiederfindet.
Kritik
Der Film ist damals komplett an mir vorbeigegangen, obwohl ich Lavinia Wilson Fan bin und das Werk ja nun viele sehr gute Darsteller zeigt. Inhaltlich gut, vom Ablauf her gelungen und insgesamt ein Film, den man kennen sollte. Filme von Oskar Roehler sind schon was Besonderes.
Kein Bonusmaterial.
Quellen des Lebens: D 2013; Regie: Oskar Roehler; Darsteller: Jürgen Vogel, Meret Becker, Moritz Bleibtreu, Lavinia Wilson, Lisa Smit, Leonard Scheicher, Kostja Ullmann, Thomas Heinze, Margarita Broich; FSK: ab 12 Jahren; Dauer: 166 Minuten; Sprachen: Deutsch 5.1; Untertitel: Deutsch; Bild: 1,78:1 (16:9 anamorph widescreen); Vertrieb: ©OneGate Media. Veröffentlichung Verkauf: 26. Juni 2026.
Bewertung: 8/10 Punkten
Spannung: 2/4 – Action: 2/4 – Humor: 2/4 – Erotik: 2/4 – Anspruch: 3/4